erstellt von epd

Dessau erwartet rund 8.000 Gäste zum Kirchentag auf dem Weg

Dessau-Roßlau rechnet zu seinem "Opens internal link in current windowKirchentag auf dem Weg" mit rund 8.000 Dauergästen. Das Treffen findet im Rahmen des 500. Reformationsjubiläum 2017 statt und steht unter dem Titel "Forschen - Lieben - Wollen - Tun", wie die Organisatoren in der sachsen-anhaltischen Bauhausstadt mitteilten. In Mitteldeutschland sind in dem Jubiläumsjahr insgesamt sechs "Opens internal link in current windowKirchentage auf dem Weg" geplant. Neben Dessau-Roßlau wird es ähnliche Treffen in Leipzig, Magdeburg, Erfurt, Jena/Weimar und Halle/Eisleben geben. 

Vor dem Moses-Mendelsohn-Zentrum in der von Gropis gebauten Bauhaus-Siedlung: hristof Vetter (Verein Reformationsjubiläum 2017), Steffen Kuras (Stadt Dessau-Roßlau), Angelika Storz (Moses-Mendelssohn-Zentrum), Andreas Janßen (Evangelische Landeskirche Anhalts) und Andreas Hillger (Autor und Dramaturg)

Der Kirchentag in Dessau-Roßlau findet vom 25. bis 27. Mai 2017 statt und soll sich thematisch mit der Frage nach der Bestimmung des Menschen befassen, wie es weiter hieß. Geplant sind dazu unter anderem Konzerte, Bibelarbeiten, Ausstellungen, Diskussionsforen, Theateraufführungen und Lesungen. Hauptschauplatz werde das Zentrum der Bauhausstadt sowie eine Bühne nahe dem Rathaus sein, sagte der Beauftragte der Evangelischen Landeskirche Anhalts für das Reformationsjubiläum, Andreas Janßen. Geplant sei auch ein "Anhalt-Mahl" für Tausende Teilnehmer unter freiem Himmel.

 

Für das Kirchentagsprogramm soll laut Janßen die gesamte Region Anhalt einbezogen werden. So würden Exkursionen etwa in die Bachstadt Köthen und in den Harz zur Ruine der Burg Anhalt angeboten. Beteiligt seien auch die Unesco-Weltkulturerbestätten Dessau-Wörlitzer Gartenreich und das Bauhaus. Veranstalter sind unter anderen die anhaltische Landeskirche, das Dessauer Moses-Mendelssohn-Zentrum, die Stadtverwaltung und der Deutsche Evangelische Kirchentag sowie die Evangelische Kirche in Deutschland.

 

Anhalt sei die erste lutherische Landeskirche gewesen, betonte Christof Vetter, Marketing-Abteilungsleiter beim Verein Reformationsjubiläum 2017. Im Lauf der Geschichte sei sie dann reformiert und später uniert geworden. Die Geschichte Anhalts sei ein Beleg, warum 2017 ein Reformationsjubiläum und kein Lutherjubiläum gefeiert werde. Er überbrachte Grüße der reformierten Theologin Christina Aus der Au, die Präsidentin des Kirchentages und der Kirchentage auf dem Weg ist: "Du siehst mich an" sei die Losung der Kirchentage, dem das Motto des Kirchentags auf dem Weg in Dessau-Roßlau sich gut zuordnen lasse.

 

Hinter den "Kirchentagen auf dem Weg" stecke die Idee, sich als evangelische Kirche gastfreundlich zu präsentieren für alle, die unterwegs sind zum Festgottesdienst in Wittenberg. Vermittelt werden soll, dass die Reformation ein Impuls gewesen sei, der die ganze Gesellschaft verändert habe.

 

Das Leitwort "Forschen - Lieben - Wollen - Tun" ist einem Zitat des aus Dessau stammenden deutsch-jüdischen Philosophen und Aufklärers Moses Mendelssohn (1729-1786) entlehnt. Dahinter verberge sich die Frage nach der Bestimmung des Menschen, die Generationen eine und über die Zeiten hinweg gehe, sagte Angelika Storz, Vorsitzende des Moses-Mendelssohn-Zentrums. Insofern sei das Zitat als Motto "eines nachdenklichen Kirchentages" sehr gut geeignet. 

Bauhausmuseum in Dessau

Im Reformationssommer 2017 sind bundesweit weitere Großveranstaltungen geplant. So gehört zu den Höhepunkten 2017 der Opens internal link in current window36. Deutsche Evangelische Kirchentag Ende Mai in Berlin und Wittenberg. In Wittenberg findet der Opens internal link in current windowFestgottesdienst statt, der auch den Kirchentag Berlin - Wittenberg und die sechs Kirchentage auf dem Weg abschließt.