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EKiR: Im Reformationsjubiläum 2017 „vergnügt, erlöst, befreit“

Sommergespräch Teilnehmer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ sei das Motto zum Reformationsjubiläum 2017 im Rheinland. Das sei „ein richtig gutes Vorzeichen, wie wir das Jubiläum im Rheinland feiern wollen“, erklärte Präses Manfred Rekowski (auf dem Bild rechts). Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) stelle damit den Glauben in den Mittelpunkt, so der Präses. Das Motto mache verständlich, was „für uns prägend ist“: Gelassenheit, gekennzeichnet „von großem Gottvertrauen“. Die rheinische Kirche feiert das Reformationsjubiläum unter diesem eigenen Motto nach einem Vers des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch.

Besonderer Wert werde dabei auf die ökumenische Zusammenarbeit mit der katholischen und orthodoxen Kirche sowie mit Freikirchen gelegt, sagte Rekowski. So sei etwa für Pfingsten 2017 ein großes ökumenisches Christusfest in Koblenz geplant. Die verschiedenen Vorhaben „leben nicht von der Abgrenzung, sondern auch vom Zugehen auf Partner“, betonte auch Projektleiter Pfarrer Martin Engels. Neben vielen Aktionen, die in den Gemeinden und Kirchenkreisen der rheinischen Kirche geplant werden, stehen auf landeskirchlicher Ebene drei Projekte für das Jahr 2017 im Mittelpunkt, erklärte Engels.


Im Blick auf die Unterzeile „Reformation. Im Rheinland. Seit 1517“ unterstrich Rekowski, dass es kirchengeschichtlich 1517 im Rheinland noch keine Reformation gegeben hatte – aber seither sei „eine Bewegung in Gang gekommen, die sich bis heute fortsetzt“.


Die rheinische Kirche beteilige sich zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche an der Weltausstellung Reformation Opens internal link in current window„Tore der Freiheit“ in Lutherstadt Wittenberg. Geplant ist eine inszenatorische und interaktive Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung unter dem Titel „Gelebte Reformation – Barmer Theologische Erklärung“. Diese Wanderausstellung wird sich an die Dauerausstellung am authentischen Ort der Gemarker Kirche in Barmen anlehnen. Eintauchen in die Geschichte und den Bogen zur Gegenwart schlagen – dies beides werde die Ausstellung ermöglichen, so Engels. Ziel sei es, eine Beziehung zur gelebten Reformation heute zu gewinnen.


In der Landeskirche sollen vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 95 Gottesdienste an 95 außergewöhnlichen Orten gefeiert werden, kündigte der Theologe Martin Engels an. „Durch die Reformation ist das geistliche Leben demokratischer geworden und aus den Kirchen und Klöstern herausgetreten.“ In diesem Sinne sollten Gemeinden aus ihren Gotteshäusern herauskommen, um die Menschen neu anzusprechen, sagte Engels, Projektleiter für das Reformationsjubiläum bei der rheinischen Kirche.


Wuppertal wird zudem eine Station auf dem „Europäischen Stationenweg“  werden. Der „Reformationstruck“ werde in Wuppertal Halt machen. Wuppertal als Ort der Barmer Theologischen Erklärung wird die einzige Station im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland auf dem „Europäischen Stationenweg“ sein. Insgesamt gibt es 67 Stationen in Europa.