erstellt von r2017

Highlights in Jena und Weimar

An einem lauen Himmelfahrtsabend durch Weimars Innenstadt flanieren, auf den Plätzen und in den Straßen ein vielseitiges Programm erleben, an herzöglichen Tischgesellschaften teilnehmen - dazu lädt Opens internal link in current windowWeimar beim Willkommensabend bei denOpens internal link in current window Kirchentagen auf dem Weg am 25. Mai 2017 ein. Am Markt sorgt Live-Musik für Partylaune. Der Herderplatz und die Kulisse der Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) bieten die passende Atmosphäre, um bei gutem Essen miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf dem Theaterplatz wird ein feuriges Programm zu erleben sein. In den Straßen und Gassen der Altstadt erklingt Musik. Straßenkünstlerinnen und -künstler zeigen, was sie können. Samba trommeln werben in der Stadt für den Willkommensabend.

Stadtkirche und Herderplatz in Weimar

Ruhiger geht es an den Tischgesellschaften nach Herzogin Anna Amalias Vorbild zu, die beim Willkommensabend wieder aufleben. Menschen in Weimar öffnen ihre Türen und laden zu Tisch. Vereine, Gemeinden und Institutionen gestalten Tafeln im Freien. Ob bei Wasser oder Wein - es ist die Gelegenheit, endlich einmal über die zentrale Frage ins Gespräch zu kommen: "Was glaubst denn Du?"

 

Mit Gretchen und Faust im Hörsaal

In der Aula der Jenaer Universität treffen Gretchen und Faust zum Kirchentag auf dem Weg erneut aufeinander. Sie stellt den Universalgelehrten vor die religiöse Frage und er versucht zu antworten - im Plural wissenschaftlicher Disziplinen. Auf die studentische Darbietung dieser Szene folgen Vorträge und Workshops, die veranschaulichen, was von Religion zu halten ist. Kritische Stimmen der Aufklärungszeit kommen dabei ebenso zu Wort wie die Sichtweisen unterschiedlicher Studienfächer, von der Biologie bis zur Soziologie. Wie Religion entsteht und inwieweit Filme, Kunstwerke und politische Ideen religiös geprägt sind, wird im weiteren Programm thematisiert.

Planetarium

 

 

Von Bach bis Goethe

Theater und Konzerte zum Kirchentag auf dem Weg

Viele kleine und große Aufführungen erwarten die Kirchentagsbesucherinnen und -besucher. Natürlich wird Goethes Faust auf dem Programm stehen: Beide Teile werden im Deutschen Nationaltheater Weimar gezeigt. Die Weimarer Staatskapelle führt Neuvertonungen von Luther-Chorälen unter dem Titel "Lutheran Symphonics" und die Johannes-Passion von C.Ph.E. Bach auf. Besondere Konzerte werden in den Stadtkirchen beider Städte zu erleben sein. U.a. führen der Bachchor und das Ensemble Hofmusik Weimar eine "Lutherische Messe zu Himmelfahrt" auf und die Musik- und Kunstschule Jena erarbeitet mit dem Jenaer Theaterhaus eine eigene Jazzmesse für den Kirchentag auf dem Weg. Studierende der Hochschule für Musik Weimar zeigen bei J.S. Bachs "Clavierübung" ihr Können. Die Jenaer Philharmonie bringt mit einem baltischen Chor Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 "Lobgesang" zu Gehör.

Spirituelle Vielfalt erleben

Gretchens Frage lässt sich auch singend und betend beantworten. Dafür stehen zwei große Gottesdienste in Jena und Weimar, die sich wie eine geistliche Klammer um den Kirchentag auf dem Weg legen. Ebenso laden Tagzeitengebete morgens, mittags und abends dazu ein, dem Göttlichen im eigenen Leben nachzuspüren. Wer nach einer Verbindung zum Universum sucht, findet sie spätestens, wenn das Carl-Zeiss-Planetarium für einen Abend zur Kirche wird. Schier grenzenlos erscheinen die Formen des Religiösen auch am angestammten Ort: Während eine byzantinische Vesper gefeiert wird, spielt eine Band zum Lobpreis auf und verschiedene Gemeinden bieten traditionelle Mahlfeiern an. Zwischen den Städten führen Wanderwege an dörflichen Gotteshäusern vorbei und lassen eine Erfahrung von Pilgerschaft anklingen. Bei den Nächten der Lichter verschwimmen die Grenzen des Tages. Zur inneren Sammlung verhelfen die allmorgendlichen Bibelarbeiten, wo Beatrice von Weizsäcker, Lordbishop Nick Baines, Katrin Göring-Eckardt oder Landesbischöfin Ilse Junkermann die alten Schriften in die Gegenwart sprechen lassen.

 

Im Anfang war das Wort - Vorträge und Podien

Nach Gott und der Welt und was diese im Innersten zusammenhält fragt nicht nur Goethes Faust. Das fragen auch Forschende, Studierende und Bürgerinnen und Bürger der beiden Hochschulstädte Jena und Weimar. Bekannte Persönlichkeiten sind eingeladen, das Wort zu ergreifen und debattierend "protestantische Streitkultur" zu pflegen: Ob zu ethischen Fragen des Alterns, zur Kulturpolitik oder zur religiösen Dimension des Fußballs. Internationale, interdisziplinäre und interreligiöse Podien widmen sich der aktuellen Lage in Europa, stellen Zukunftsfragen und diskutieren die gesellschaftspolitische Bedeutung von Religion. In Weimar wird zum Thema, was nicht verschwiegen werden darf: "Wo war Gott in Buchenwald?"

Jena Stadtkirche

Bühne frei für Jugend und Kinder

Jena und Weimar haben nicht nur tote Dichter zu bieten. Zum Kirchentag auf dem Weg hauchen junge Poetry-Slammer der Sprache neues Leben ein. Was sie in Workshops entwickeln, bringt ihr Wettstreit auf die Bühne. Es muss aber nicht immer Klassik sein: Ein Gospelworkshop gibt allen Fans der moderneren Töne die Chance zum Abheben. Besonders Rhythmus begabte können bei Samba und Capoeira ihr Taktgefühl trainieren. Wer lieber an der frischen Luft ist, erkundet via Geocaching die Kirchentagsstädte auf reformatorischen Spuren. Diese führen auch zur Jungen Gemeinde in der Jenaer Stadtmitte - dort ist die Jugend gefragt: Wogegen richtet sich der protestantische Protest heute? Auf Stadtrallyes und Rucksacktouren kann die Reformation auch von Kindern erlaufen werden, wenn sie nicht gerade im Familienzentrum ein Mitmachkonzert besuchen, eine Zirkusnummer bestaunen oder an der Weimarer Kinderbibel mitschreiben.

 

Zentrum Ökumene: Woran glauben wir?

500 Jahre nach der Reformation existiert eine bunte Vielfalt - nicht nur an christlichen Glaubensrichtungen. Was verbindet sie bei allem Trennenden? Sich dieser Frage zu stellen, ist im Gespräch mit internationalen Gästen der Ökumene (u.a. Bischof Alexandru Mesian aus Rumänien und Erzpriester W. Fjodorow aus St. Petersburg) und im interreligiösen Dialog im Jenaer Ökumene-Zentrum möglich. Die ACK präsentiert sich unter dem Titel "Ein Haus mit vielen Wohnungen" und diskutiert über das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt. Die Gretchenfrage wird auf einem interreligiösen Podium bedacht. Hinzu kommt ein interkulturelles Kinder- und Familienfest. Bei der Kunstaktion "Engel der Kulturen", einem christlich-jüdisch-muslimischen Projekt, kann man sich auf einem Weg durch Jena über die drei großen Religionen austauschen.


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Der Kirchentag auf dem Weg in Jena/Weimar wird gefördert von