erstellt von epd/r2017

Sieger prämiert und Stelen überreicht

Im Studierendenwettbewerb zur Weltausstellung Reformation 2017 in Wittenberg sind am Dienstag die Sieger geehrt worden. Erste Preise für Entwürfe zur Gestaltung der sieben "Tore der Freiheit" der Schau wurden in der Lutherstadt Teams von acht Hochschulen zuerkannt. Eine Laudatio hielt die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500. Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann.

Geschäftsführer Ulrich Schneider freute sich, dass Vertreter fast aller Hochschulen zur Preisverleihung nach Lutherstadt Wittenberg gekommen sind: "Fast 20.000 Kilometer haben Sie gemeinsam zurückgelegt, um den Preis entgegen zu nehmen. Studierende kamen von der Bauhaus-Universität Weimar, der Hochschule Düsseldorf, der Hochschule Mainz, der Fachhochschule Salzburg, der Technischen Universität Cottbus- Senftenberg und der Berliner Universität der Künste. Vertreter der Hochschule für Technik Stuttgart und Universität Wien sind nicht angereist. 21 Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum nahmen am Wettbewerb des Vereins Reformationsjubiläum 2017 teil.

Der Vorsitzende der Jury Andreas Heller bei seiner Laudatio - im Vordergrund die Glasstelen, die die Gewinner als Auszeichnung bekommen

Die Tore sollten vor allem symbolisieren, dass 2017 von Wittenberg eine Botschaft in die Welt hinausgehe, erklärte Margot Käßmann. Dabei werde es wie in der Weltausstellung auch um hochaktuelle Fragen wie etwa um Flüchtlinge sowie Krieg und Frieden gehen. Kernthema sei Luthers fundamentale Erkenntnis von der Freiheit des Christenmenschen, die von Gott geschenkt sei, sagte Käßmann. Sie ist auch Vorsitzende des Projektausschusses Weltausstellung Reformation.

 

Margot Käßmann hört Thorsten Zugehör zuFür die Theologin sei dies der erste Architekturwettbewerb gewesen, eine besondere Erfahrung, wie sie sagt, denn "ich hätte nie gedacht, dass Architekten so leidenschaftlich diskutieren können, Sie haben sich gefetzt". "Jedes Leben hat Sinn und Wert", sagt sie und sei heute wie auch 1517 die Botschaft.

 

Als im "echten Sinne interdisziplinär" würdigte Architekt Heller den Wettbewerb. "Die ausgewählten Arbeiten sind nicht nur Hüllen, sondern haben einen Inhalt und Symbolwert", sagt er. Der Grundriss der Stadt erfahre mit den Toren eine würdige Entsprechung. Er empfiehlt den Studierenden sich die Erinnerung an diesen Wettbewerb zu bewahren, denn nicht jeder Auftrag, der Ihnen im Leben noch begegnen werde, verbinde Inhalte und Gestaltung so eng.

 

Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) betonte das große Engagement von Kirchen, Bürgern und staatlichen Stellen bei der Vorbereitung des Reformationsjubiläums. Dass die Welt 2017 auf Wittenberg blicke, sollte als Chance genutzt werden, um klare Botschaften auch zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu senden, sagte er.

 

Die Tore gliedern sich in die Themen "Welcome", "Spiritualität", "Jugend", "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", "Globalisierung", "Ökumene und Religion" sowie "Kultur". Sie sollen den Rahmen für die Weltausstellung vom 20. Mai bis 10. September 2017 bieten. Die Gesamtkosten für die Umsetzung der Pläne werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Bauarbeiten für die ersten Tore werden Anfang 2017 beginnen.

Die Preisträger für Torbereich 1 mit ihrem Laudator Thorsten Zugehör

Die Preisträger für Torbereich 1 mit ihrem Laudator Thorsten Zugehör

Die Preisträger für Torbereich 3 mit ihrer Laudatorin

Die Preisträger für Torbereich 4 mit ihrem Laudator

Die Preisträger für Torbereich 6 mit ihrer Laudatorin Margot Käßmann

Einer der beiden preisträger im Torbereich 7 mit Laudator Andreas Heller