#Reformationssommer

2017 feiern wir gemeinsam ein besonderes Jubiläum: 500 Jahre Reformation. Dieses einmalige Jubiläum wird begleitet von einer deutschlandweiten Kampagne mit dem Hashtag #Reformationssommer. Unter der Leitidee „Reformation heißt, die Welt zu hinterfragen“ fordert die Kampagne auf, sich Fragen der Gegenwart zu stellen – wie etwa: Werden wir stärker, wenn wir Schwachen helfen? Kann mir etwas Halt geben, das ich nicht fassen kann? Heute wie damals sind wir gefordert, gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zeit zu finden. Die Kampagne regt – ganz in reformatorischer Tradition – zum Nachdenken an und sensibilisiert für Veränderung. Frische, fröhliche Farben und bunte Illustrationen wecken die Vorfreude auf den Reformationssommer.

Geschäftsführer Ulrich Schneider ist überzeugt: „Jetzt startet für uns die konkrete Durchführung der großen Events für das Reformationsjubiläum. Die Kampagne und die Veranstaltungen im #Reformationssommer laden Menschen weltweit ein, gemeinsam Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Der #Reformationssommer bietet dafür ein Forum, das es in 500 Jahren Reformation noch nie gegeben hat.“

Motivgenerator Bild

Gestalten Sie sich Ihr eigenes Plakat

„Reformation heißt, die Welt zu hinterfragen“: Unter diesem Motto können Sie sich mit dem Motiv-Generator Ihre eigenen Plakatmotive gestalten, um den Reformationssommer in Ihrem Umfeld leben zu lassen oder zu einer Fahrt nach Wittenberg einzuladen. Von der Hintergrundfarbe über die Illustration bis hin zu Ihrer eigenen Frage: Lassen Sie Ihrer Kreativität – im Rahmen des Kampagnenlooks – freien Lauf.

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Portät Jens Lange

Jens Lange

Standortleiter von "ressourcenmangel" an der Panke

Reformation reloaded –
oder wie man mit einer Kampagne das Gefühl der Reformation auch nach 500 Jahren noch neu aufleben lassen kann.

Oma küsst Opa wie am ersten Tag, auf der Weihnachtsfeier klatscht die ganze Belegschaft für Herrn Müller, an der Lichtgrenze in Berlin steigen tausende erleuchtete Luftballons in den Nachthimmel. Ob nun Goldene Hochzeit, Dienstjubiläum oder 25 Jahre Mauerfall  –  Jubiläen sind emotional. Und ebenso emotional soll es auch am 31. Oktober 2017 werden, wenn wir 500 Jahre Reformation feiern – ein Jubiläum, das die Welt bewegt.


Zwischen Rockfestival und Kirchentag – die Entstehung der Kampagnenidee
Doch wie zelebriert man ein dermaßen weit in der Geschichte zurückliegendes Jubiläum so, dass es uns berührt? Indem man zum Beispiel den Reformationsgedanken als Lebensgefühl vermittelt und deshalb den sogenannten Reformationssommer feiert.
So gut das klingt, so viele Fragen lässt es offen: Was hat die Reformation mit dem Sommer zu tun? Und von welchem Lebensgefühl sprechen wir überhaupt?
Die Antwort auf die erste Frage war einfach: Die Hinführung auf den 31. Oktober 2017 soll eine fröhliche, unbeschwerte und bunte – eben sommerliche – Vorfreude und Feststimmung erzeugen. Für die Antwort auf die zweite Frage arbeiteten wir uns durch die sogenannte „Meta-Narration“ des Reformationssommers, den gedanklichen Überbau der Feierlichkeiten. Dort hieß es, dass es beim Reformationssommer darum geht, 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag „Gott neu zu entdecken, zu erfahren, zu erzählen(...)“. Wir fragten uns natürlich sofort: Kann man mit einem ernsten Thema wie „Gott neu entdecken“ eine Kampagne entwickeln, die fröhlich aber nicht klamaukig, relevant aber nicht verkopft, leicht verständlich aber nicht banal ist – und vor allem: in der Kirche nicht aneckt? Wir fingen an, die Aufgabenstellung, das Briefing und die Meta-Narration zu hinterfragen, um zu dem Schluss zu kommen: Ja, man kann. Etwas „zwischen Rockfestival und Kirchentag“ sollte es sein, sagten wir uns. Es musste eine fröhliche, emotionale und lebendige Kampagne werden, die die Menschen im Alltag abholt.


Vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen: das Kampagnenmotto
So entstand mit der Aufforderung an uns alle, „die Welt zu hinterfragen“, ein Kampagnenmotto, das den Grundgedanken der Reformation ins Hier und Jetzt trägt und einen Alltagsbezug herstellt. Es verdeutlicht zudem, dass Reformation ein andauernder Prozess ist, ebenso andauernd wie die Suche nach diesem Motto: Wir haben intern viele „Runden gedreht“, also immer wieder neue Vorschläge diskutiert, bis wir es endlich gefunden haben. Dabei trugen wir das Motto in diesem kreativen Hin-und-her und Nochmal-von-vorn bereits von Beginn an in uns, ohne es zu merken: Wir hinterfragten das Briefing. Wir hinterfragten unsere Ideen und am Ende beinahe auch unsere Fähigkeit, die uns gestellte Aufgabe zu bewältigen – beinahe aber nur. Wir gingen also bereits ganz „reformatorisch“ – im Sinne des Kampagnenmottos – vor.

Die Welt hinterfragen – gestern, heute, morgen
Wie Martin Luther und andere Reformatoren damals, sind die Menschen heute aufgerufen, gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Die Kampagne will hierzu beitragen, indem sie zum Nachdenken anregt und für Veränderung sensibilisiert. Die Plakatmotive spitzen zu und regen an, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen: den Status quo in allen Lebensbereichen. Um das Gefühl des Reformationssommers zu transportieren, haben wir eine bunte und fröhliche Bildsprache, auf eine Unmittelbarkeit der Fragen, einen Alltagsbezug sowie auf eine Leichtigkeit im Design gesetzt.
Wir wissen, dass über den Stil der Plakate und über die Motive gesprochen wird. Aber das ist richtig und wichtig: Denn wenn die Kampagne fordert, dass wir die Welt hinterfragen, dann muss sie sich selbstverständlich auch hinterfragen lassen. Schließlich möchten wir genau das als Kommunikationsagentur: Dass die Kampagnen, die wir für gesellschaftlich relevante Kunden entwerfen, nicht nur begeistern, sondern auch Diskurse anregen.
Deshalb wünschen wir uns, dass kritisches Fragenstellen auch über die Feierlichkeiten hinaus ein bedeutsamer Wert in unserer Gesellschaft bleibt.