Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?

Jena/Weimar

In Jena und Weimar der berühmten „Gretchenfrage“ aus Goethes Faust nachspüren – eine einmalige Chance. Die Kulturstadt Weimar und die Universitätsstadt Jena trennen nur 25 km. Sie sind nicht erst seit den Anfängen der Reformation eng verbunden.

Die Kulturstadt Weimar bietet besondere Orte, um Antworten auf die „Gretchenfrage“ zu suchen. Dazu gehören die Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche), die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, das Deutsche Nationaltheater, das Bauhaus-Museum und Nietzsches Wohnhaus. Das Programm führt Besucherinnen und Besucher aber auch an einen Ort, an dem Gott fern schien: in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald vor den Toren der Stadt.

Die Universitätsstadt Jena war und ist Ausgangspunkt für viele geistige und wissenschaftliche Entwicklungen. Schon Luther diskutierte in Jena mit Studenten – und auch heute stehen Theologie und Philosophie hier im Austausch mit Naturwissenschaft und Gesellschaft. Namhafte Denker wie Schiller, Hegel und Fichte lehrten in Jena. Die Frühromantiker wie die Schlegels, Brentano und Tieck schätzten die Stadt, die sich durch ein buntes bürgerschaftliches Treiben auszeichnet. Das Wirken von Abbe, Zeiss oder Schott legte den Grundstein für Jenas technologische Entwicklung.

Der Kirchentag auf dem Weg beginnt am 25. Mai 2017 mit dem ökumenischen Himmelfahrtsgottesdienst in Weimar. Bis zum festlichen Abschluss in Jena stehen Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen und Vorträge sowie Musik und Theater auf dem Programm. Die Frage nach Gegenwart und Zukunft der Religion bildet einen Schwerpunkt des Programms in Jena. Neben den Veranstaltungsorten im Stadtzentrum liegt der Park mit dem vielsagenden Namen „Paradies“, der ein buntes und junges Programm im Grünen bieten wird. Neben den kirchlichen Akteuren in beiden Städten gehören zu den Partnern u. a. die Klassik-Stiftung, das Deutsche Nationaltheater in Weimar, das Planetarium und das Romantikerhaus in Jena sowie die Gedenkstättenstiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Ob am Begrüßungsabend bei Tischgesellschaften nach Anna Amalias Vorbild, im Herderhaus, im Jugendzentrum, in Jenas Universität oder in der Politik beim Weimarer Dreieck. Weltoffenheit, Familienfreundlichkeit, Barrierefreiheit und der Wunsch nach Austausch finden in Jena und Weimar besondere Aufmerksamkeit.



Bilder: Kirchenkreis Jena, Maik Schuck