Torraum Globalisierung | Eine Welt

Die Weltbürgerin Reformation kommt zurück

Von Europa aus sind reformatorische Überzeugungen in alle Himmelsrichtungen getragen worden. In Amerika, Afrika, Australien und Asien wurden sie aufgenommen, traten in den Dialog mit den dortigen Realitäten und wurden verändert. Jetzt kommt die Reformation zurück zu uns: In der Weltausstellung Reformation treffen wir Christinnen und Christen von nah und fern, die davon berichten, wie Martin Luthers Idee von der sich stets reformierenden Kirche in ihren Gemeinden Wirklichkeit geworden ist.


Vor allem wollen wir erleben, was Kirchen dazu beitragen können, dass das Christentum heute Teil der Lösung von modernen Problemen und Herausforderungen ist.

  • Mit Gästen aus der ganzen Welt und Neubürgerinnen und -bürgern aus Deutschland wollen wir darüber sprechen, was uns alle bewegt.
  • Wir wollen erkunden, wie die Strukturen der Globalisierung so reformiert werden können, dass gutes Leben für alle Menschen möglich wird.
  • Wir wollen uns nicht damit zufriedengeben, dass bisher von der wirtschaftlichen Globalisierung vor allem diejenigen profitieren, die über Geld verfügen, gebildet sind und in demokratischen Systemen leben. Damit die Welt friedlicher wird, braucht die Globalisierung mehr Gerechtigkeit.


Besucherinnen und Besucher erfahren, welche Impulse von den Kirchen für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden ausgehen. Gemeinsam mit Menschen aus der weltweiten Ökumene wollen wir Großes erreichen: Wir wollen Möglichkeiten ausloten, die Welt zu reformieren. Kreativ widmen wir uns diesem Vorhaben. Und so wird man im Torraum Globalisierung | Eine Welt sprechen und zuhören, lernen und lehren, lachen und nachdenken, das Leben in der „Einen Welt“ feiern und mit Freundinnen und Freunden der Reformation singen und tanzen.

Glaspaläste

Wer Wittenberg während der Weltausstellung Reformation besucht, wird die gläsernen Anhänger auf den Parkflächen nicht übersehen können. Sie sind Teil einer Installation von Studierenden der Universität Wien – augenzwinkernd „Glaspaläste“ getauft. Der Name ist ein Verweis auf das Wahrzeichen der ersten Weltausstellung 1851 in London: den Crystal Palace. Bis heute ist er ein Symbol für Modernität und Internationalität. Gerade aus damaligem Blickwinkel stand Globalisierung für Entgrenzung, Freiheit, Gerechtigkeit und unendliche Möglichkeiten für alle. Die Glaspaläste hier bilden nun einen reformierten Gegenentwurf. Nicht gigantische Pavillons, sondern kleine künstlerische Ateliers und Experimentierräume laden zur Auseinandersetzung mit Themen der Globalisierung ein.

Lichtkirche: Moments of Blessing

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau präsentiert als modernes Pendant zu den alten Kirchengebäuden Wittenbergs ein sakrales Kleinod: die preisgekrönte mobile LichtKirche aus Acrylglas und Holz, die sich nachts in eine farbige Licht-Installation verwandelt. Rund um den spirituell einzigartigen Raum lädt ein inspirierender Parkour dazu ein, die Schönheit des Segens neu zu entdecken – mit vielen Stationen, zu denen als provokante Installation ein Segensroboter gehört.

An der LichtKirche finden täglich ein Mittags- und ein Abendsegen statt, bei denen dem Geheimnis des Segens nachgespürt wird.
An den sechs Sonntagen ab dem 18. Juni gestalten namhafte christliche Künstlerinnen und Künstler jeweils um 12:00 Uhr einen Erlebnisgottesdienst mit und geben um 15:00 Uhr ein Konzert.